Modelegende Thomas Burberry

Vom Klassischen Trenchcoat zum hippen Trendsetter

Burberry Fashion Portrait

Thomas Burberry wurde am 27. August 1835 im südenglischen Brockham Green geboren. Nachdem er die örtliche Schule abgeschlossen hatte, ging er bei einem Tuchhändler in die Lehre. 1856 gründete er mit „T. Burberry and Sons“ sein eigenes Unternehmen und eröffnete einen Textilladen in Basingstoke. Auch wenn das Geschäft gut lief, verhalf ihm erst die Erfindung des Garbandine-Stoffes im Jahr 1880 zum großen Erfolg. Da Garbandine sehr robust und wasserdicht ist, gleichzeitig jedoch auch atmungsaktiv, eignete es sich perfekt für Militärkleidung. Die Offiziere der britischen Armee schätzten Burberrys aus Garbandine angefertigte Trenchcoats sehr, das Militär bestellte eine hohe Stückzahl der praktischen Mäntel. Der bekannte Feldmarschall Horatio Herbert Kitchener sowie der Kavallerieoffizier Robert Baden-Powell trugen seine Mäntel dabei öffentlichkeitswirksam vor großem Publikum und verhalfen Burberry dadurch zu viel Publicity. Langsam wurde aus dem kleinen Laden das größte Bekleidungsunternehmen des UK.

1910 eröffnete Thomas Burberry seinen ersten Laden in Paris und lieferte seine Mode fünf Jahre später auch nach Japan. 1917 zog er sich zurück, bevor er 1926 verstarb. Seine Söhne führten das Unternehmen zunächst weiter, stimmten jedoch 1955 einer Übernahme durch das britische Einzelhandelsunternehmen GUS zu. Später beteiligten sich weitere Großaktionäre an Burberry.

Währenddessen verhalfen Berühmtheiten der Marke zu Popularität. Gerade den klassischen beigen Trenchcoat trugen viele Prominente – ob Humphrey Bogart in den Film-Noir-Streifen der 40er, Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ (10961), Meryl Streep in „Kramer gegen Kramer“ (1979) oder Kate Moss, die in die Werbekampagne 2005 wilden Glamour brachte.

In den 60er-Jahren wurde das Burberry-Sortiment stark ausgeweitet. Neben den Trenchcoats, Regenmänteln und der Oberbekleidung gab es nun auch Accessoires, später mehrere Düfte, Brillen, neue junge Linien und eine Kinderkollektion.

Gerade durch die Eroberung des amerikanischen Marktes entwickelte sich Burberry jedoch zu einer Mainstream-Marke. Zahlreiche Billigkopien, die sich u.a. besonders in der englischen Hooliganszene verbreiteten, sorgten ebenfalls für einen Imageschaden. In Folge wurde die Produktion zurückgefahren, um eine gewisse Exklusivität wiederherzustellen. Inzwischen gilt Burberry wieder als stilvolle, elegante Luxusmarke im oberen Preissegment, ist zudem der Hoflieferant von Königin Elisabeth II. sowie des Prince of Wales.

Burberry zeichnet sich durch einen klassischen Stil und traditionelle Farben aus. Hauptsächlich werden Rot, Schwarz, Beige und Weiß verwendet, die auch im berühmten, markenrechtlich geschützten Burberry-Karomuster vorkommen. Dieses Muster, das „Burberry Check“, wurde 1924 erstmals als Futterstoff verwendet und hat heute einen unverkennbaren Wiedererkennungswert.

Seit der Gründung hat sich Burberry durchaus verändert und zeigt sich auch modern und innovativ – und doch hat die Marke den klassischen, traditionellen Stil beibehalten, den Thomas Burberry einst kreierte.

Text: Fashionpress

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